Textlayout
Kompatibilität
Frames
Bilder
Sound und Video
Farben
Wenn Sie die vorhergehenden Kapitel gelesen haben, wissen Sie, dass das unbestritten wichtigste Element Ihrer Seite der Text sein wird, weil in ihm die gesuchten Informationen enthalten sind. Ausnahmen wie Bildpräsentationen, Grafiksammlungen etc. gibt es selbstverständlich.
Die Textfarbe muss im Kontext mit dem Hintergrund sorgfältig gewählt werden. Je höher der Kontrast zwischen Text und Hintergrund ist, desto besser ist der Text lesbar. Die beste Lesbarkeit ist bei einer schwarzen Schrift auf weißem Grund gegeben.
Schwer lesbar:
rote Schrift auf schwarzem Hintergrund,
gelbe Schrift auf weißem Hintergrund,
blaue Schrift auf schwarzem Hintergrund,
grüne Schrift auf weißem Hintergrund.
Ein ausgefallenes Beispiel:
grüne Schrift auf lila Hintergrund.
Sie sehen ein scheinbar unruhiges Bild das schwer zu fokussieren ist.
Dies wird durch die Unfähigkeit des menschlichen Auges hervorgerufen,
Farben unterschiedlicher Wellenlänge gleichzeitig zu fokussieren.
Die Textgröße sollte niemals unter 10 Punkt reichen, besser sind 12. Das Argument, der Benutzer könne sich die Schriftgröße individuell in seinem Browser einstellen, wird dadurch entkräftet, dass ein nicht unerheblicher Anteil von PC-Besitzern den Browser in der Standardeinstellung verwendet (ob aus Bequemlichkeit oder fehlendem Wissen spielt hier keine Rolle).
Hintergrundgrafiken sind immer schlecht. Das Auge muss sich während des Lesens auf unterschiedliche Kontraste einstellen, das ist unnötig anstrengend und ermüdend. Es bewährt sich bestimmt, wenn man darauf verzichtet.
Die Wortwahl muss der Zielgruppe angepasst sein; wenn Sie Fachausdrücke einsetzen, erklären Sie diese. Sämtliche Formulierungen müssen verständlich sein, verschiedene Aussagen dürfen sich nicht widersprechen und vor allem muss die Rechtschreibung stimmen.
Leider verwenden nicht alle Browser-Hersteller die gleichen Standards. Je komplizierter die bei der Erstellung von Internet-Seiten verwendeten Techniken sind, desto schwieriger wird es, sicherzustellen, dass auch Benutzer älterer Versionen oder anderer Hersteller alles so erkennen, wie es vorgesehen ist. Sie sollten auf keinen Fall irgendjemand vom Besuch Ihrer Seiten ausschließen, nur weil er den Ihrer Meinung nach falschen Browser oder eine falsche Bildschirmeinstellung verwendet.
Haben Sie schon einmal ein Auto gesehen, mit folgendem Hinweis an der Türe: "Dieses Fahrzeug ist optimiert für schwarzhaarige Männer mit einem Körpergewicht von weniger als 70 Kg"? Nein?
Sicher haben Sie aber schon eine Webseite gesehen, die "optimiert für Browser XY und einer Auflösung von mindestens 1024 x 768 Pixel" ist. Hier kann man wohl kaum von Benutzerfreundlichkeit sprechen. Spätestens wenn diese Warnung mit einer Aufforderung verbunden ist, sich doch zum Betrachten der Seiten die neuesten Browser-Versionen vom Hersteller herunter zu laden - selbstverständlich mit entsprechenden Hyperlinks versehen - stellt sich der Besucher die Frage, ob sich das wohl lohnen würde (es ist wohl nicht davon auszugehen, dass viele Besucher sich von Seitenmachern vorschreiben lassen, welchen Browser sie verwenden). Nicht außer acht lassen sollte man bei solchen Überlegungen auch, dass sehr sehr viele Internet-Nutzer gar nicht wissen, welche Browser-Version sie verwenden oder was "JavaScript" bedeutet.
Fazit: Alle Seiten müssen auf allen Systemen verständlich dargestellt werden können.
Frames ermöglichen es, innerhalb eines Browser-Fensters mehrere Bildschirmbereiche - die Frames - voneinander unabhängig darzustellen. Diese Technologie hat sowohl Vor- als auch Nachteile:
Vorteile:
Es wird ermöglicht, feste, nicht mitscrollende Bildschirmbereiche
zu definieren.
Man kann einzelne der gezeigten Bildschirmbereiche nach der Wahl eines
Hyperlinks neu laden, d.h. dass beispielsweise in einem oberen Frame
ein Firmenlogo und in einem Frame am linken Seitenrand eine Navigation
statisch bleiben können, während im Hauptteil des Fensters
neue Inhalte aufgerufen werden.
Nachteile:
Querverweise von anderen Internet-Servern, die nicht auf die Startseite
verweisen, verhindern das Laden aller Frames; bei einem auf diese Weise
erfolgten Aufruf fehlt dann z.B. die Navigation.
Das normale, gewohnte Hypertext-Konzept des WWW wird verändert.
Normalerweise ändert sich bei Anwahl eines Links der Inhalt des
aktuellen Fensters. Bei Frames ist das im Voraus nicht klar. Die Ausgabe
einer neuen Information nach einem Mausklick kann in jedem der dargestellten
Frames erfolgen.
Ob auf Ihrer Seite der Einsatz von Frames sinnvoll ist, muss individuell entschieden werden.
Bilder, hierzu gehören Fotos, Illustrationen und Grafiken. Wenn Sie z.B. die Seite eines Hotels aufsuchen, erwarten Sie ein Bild vom Gebäude, der Empfangshalle, eines Zimmers; fachliche Informationen gewinnen durch Illustrationen an Verständlichkeit und sogar ansonsten verpönte Animationen haben beim Erklären von Abläufen ihre Berechtigung. Größere Bilder sollten unbedingt als kleines Vorschaubild dargestellt werden und die Möglichkeit bieten, auf Wunsch die Originalgröße zu laden. Ein Kompromiss aus Qualität und Ladezeit muss gefunden werden. Nach der Wahl des richtigen Dateiformates sind Bilder so zu optimieren, dass sie bei möglichst hoher Qualität die kleinst mögliche Dateigröße aufweisen.
Beide Anwendungen glänzen durch extreme Ladezeiten und sind daher nur so anzubieten, dass dem Benutzer bewusst ist, dass eine größere Datenmenge herunter geladen werden muss. Automatisch spielende Hintergrundmusik hat im Internet nichts verloren!
Der Wirkung von Farben können wir uns nicht entziehen. Über die Wirkung von Farben bei Text lesen Sie weiter oben. Das für Websites bekannte Prinzip der Konsistenz gilt selbstverständlich auch für die Farben auf den Seiten.
Ohne auf Details der Farbpsychologie einzugehen sehen Sie nachstehend einige Farbwirkungen:
Blau wirkt ausgeglichen und ruhig, bedeutet Zufriedenheit, Harmonie, Unendlichkeit ...
Grün vermittelt Harmonie, Frische, Entspannung, Natur ...
Rot ist die Farbe der Leidenschaft und Liebe, aber auch eine Warnfarbe! Assoziationen: Temperament, Aktivität, Gefahr, Dynamik ...
Weiß wirkt rein, sauber, leicht ...
Schwarz ist die Farbe der Trauer und wirkt hoffnungslos, undurchdringlich und pessimistisch. Schwarzer Hintergrund wird oft von Erotik- und Underground-Sites verwendet.
Gelb ist frisch, fröhlich und frei; es wirkt heiter, freundlich und optimistisch.
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© Wolfgang Kloska 2008